Familienwappen
Wappen: "IN GOLD ZWEI ÜBEREINANDER GESTELLTE, ROTE HERZEN"
(Quelle: Wappenbuch des Landes Glarus, Genf, 1937)

Familienwappen

 

Zur Herkunft der Familie Streiff*

Die Streiff, die abgesehen von ihrer Tätigkeit im Staatsdienst auch massgebend zur industriellen Entwicklung beigetragen haben, sind im Glarnerland seit Anfang des 16. Jahrhunderts belegt und vermutlich mit dem angesehenen gleichnamigen Ministerialgeschlecht der Bischöfe von Chur und der Freiherren von Vaz in Beziehung zu bringen, das in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aus Graubünden verschwindet. Hans ist 1513 als zeitweiliger Kommandant der eidgenössischen Besatzung in Mailand erwähnt und kämpfte bei Marignano. Jörg mit Frau samt Sohn Christen sowie Thomas und Heini sind in dem 1518 redigierten Jahrzeitbuch Linthal erwähnt. 1532 stösst man auf einen Heini in Schwanden und einen Hans, genannt „Ammann", in Bilten. Im Urbar der Kirche Betschwanden aus dem Jahr 1533 sind der in der genannten Gemeinde wohnhafte Christen, Rudolf aus der Rüti und Lux als Liegenschaftsbesitzer in Adlenbach verzeichnet. Letzterer soll der Vater des 1619 verstorbenen Peter von Diesbach sein, der als Stammvater aller noch blühenden Streifflinien überliefert wird. Diesbach gilt somit als Stammort der heutigen Streiff, und von hier aus hat sich das Geschlecht direkt oder indirekt nach Linthal, Braunwald, Betschwanden, Luchsingen, Schwanden, Glarus und Mollis ausgebreitet.

Die Streiff von Luchsingen und Schwanden

Die Luchsinger Linie geht auf Peter, einem Sohn des 1619 verstorbenen Stammvaters Peter zurück. Dessen gleichnamiger Sohn, der 1630 starb, ist ab 1592 als Badwirt überliefert. 1602 erhielt er einen Beitrag an das neuerbaute Haus. Die von ihm eingeleitete Luchsinger Linie war jedoch nie sehr stark vertreten und hat auch in der weitern Öffentlichkeit keine grosse Rolle gespielt. Bekannt geworden ist Staatskassier Kaspar(1853 -1913) durch sein Buch „Heiri Jenni im Sunneberg". Dagegen sind die durch Peters Sohn Fridolin begründeten Schwander Streiff, in welcher Gemeinde 1638 bereits der Werdenberger Landvogt und Schiffmeister Joachim von Diesbach das Tagwnrecht erworben hatte, schon innerhalb weniger Generationen recht zahlreich geworden, zählte doch der 1672 verstorbene Stammvater nicht weniger als sechs Söhne mit eigenen Famlien. Zahlreiche dieser Streiff wohnten im Thon, wo sie mehrmals den Dorfvogt stellten. Aber auch in Schwanden bekleideten sie verschiedene Ämter. Sie betätigten sich als Bauern, Handwerker, Kaufleute, Fabrikarbeiter usw. In neuerer Zeit hat sich ein Zweig durch den Aufbau einer Konstruktionswerkstätte einen Namen gemacht. Eine Familie betreibt seit mehreren Generationen die Walzmühle beim Glarner Alpenbrückli. Der auch in Winterthur verbürgerte Hans Bernhard (geb. 1891) hat eine Stiftung für kulturelle, künstlerische und gemeinnützige Zwecke sowie zur Ausrichtung von Stipendien an Kantonsbürger zur Erlangung einer guten Ausbildung errichtet. 1928 zählten die Streiff in Schwanden 33 Tagwenrechte.

(*nachzulesen in: 50 alte Glarner Familien, eine Forschungsarbeit von Dr. h.c. Fritz Stucki, alt Landammann, Netstal im Auftrage der Glamer Kantonalbank, 1989)

 

kriechende Schnecke


Dernière mise à jour: le 3 January, 2014